Neue Biomarker bringen mehr personalisierte Medizin in die Strahlentherapie!

Mithilfe von speziellen bildgebenden Geräten, die die Fachhochschule kürzlich angekauft hat, kann nun in den Räumlichkeiten von MedAustron geforscht werden. Dabei verfolgen die Teams ein großes Ziel – die Revolution der Strahlentherapie für TumorpatientInnen. Univ.-Lektor Ing. Dr. Markus Zeilinger, MSc BSc, Studiengangsleiter des Masterstudienganges MedTech, erklärt die angestrebte Entwicklung: „Bisher werden bei der Strahlentherapie von Tumoren lediglich anatomische und morphometrische Aspekte für die Therapieplanung berücksichtigt. Wir arbeiten an der Entwicklung hochspezifischer Biomarker, die gezielt spezielle für den Tumor charakteristische systembiologische Eigenschaften quantifizieren und visualisieren können. Durch den Einsatz dieser Biomarker können wir die biologischen Eigenschaften besser verstehen und dadurch wertvolle komplementäre Informationen für die weiterführende Therapieplanung, Verlaufskontrolle und Verifikation liefern. Darüber hinaus können wir auch wichtige Erkenntnisse über die strahlenbiologischen Wechselwirkungen und die biologische Effektivität unter Anwendung von Protonen und/oder Schwerionen wie z.B. Kohlenstoffionen untersuchen.“

Die Kooperation der Fachhochschule Wiener Neustadt mit MedAustron ist ein weiterer Meilenstein in der Forschungslandschaft von Wiener Neustadt. MedAustron ist nicht nur im Bereich der Krebstherapie eine
Vorzeigeinstitution, sondern setzt vor allem auch in der nichtklinischen Forschung neue Maßstäbe. Dies nun mit der wissenschaftlichen Ausbildung in der Fachhochschule zu kombinieren schafft ganz neue Möglichkeiten – und das für beide Partner. Wenn somit Ausbildung, Forschung und Behandlung an einem Standort möglich sind, so ist das eine ganz neue Dimension in der Strahlentherapie“, so FH-Aufsichtsratsvorsitzender und Wiener Neustadts Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger zu der neuen Kooperation.Therapie von Tumoren soll spezifischer und selektiver werden

Auf diese Weise kann der Aspekt der Tumorheterogenität berücksichtigt und folglich Krebszellen weitaus effektiver und zielgerichteter zerstört werden, als es bisher der Fall ist. Wie schnell die Entwicklungen im Bereich der medizinischen Bildgebung und der Strahlentherapie voranschreitet, zeigen die großen Schritte, die bereits in den letzten Jahren gemacht wurden. „Die Halbwertszeit des Wissens in unserem Bereich liegt bei ca. eineinhalb Jahren. Für uns ist es ein absolutes Muss, aktiv Forschung auf diesen Gebieten zu betreiben um eine qualitativ hochwertige Ausbildung für unsere Studierenden zu ermöglichen “, so Zeilinger.

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